Lage

DIE REBSORTEN

Riesling – unsere Hauptrebsorte

Heute ist deutscher Riesling ein Weltbegriff. Es hat Jahrhunderte gebraucht bis sich der Riesling durchgesetzt hat.

Es gibt unterschiedliche Auffassungen über die erste Erwähnung von Riesling. Bassermann-Jordan nennt um 1430 den Kauf eines Rieslingweinberges in Worms. 1720 wurden große Flächen in Johannisberg in Rheingau angepflanzt. Dies war eine Initialzündung für den Rieslinganbau - dem sich auch (von) van Recum auf dem Kreuznacher Kauzenberg anschloß mit seiner Auffassung dass „ganz vorzüglich gedeiht die Weinrebe an solchen sanften, südlich gelegenen Abdachungen gegen Nordluft geschützt, oberhalb eines Flusses.

Die Rieslingrebe hat sich unseren nördlichen klimatischen Bedingungen angepasst - insbesondere die lange Wachstums- und Reifephase bis Ende Oktober lässt ihr Zeit, die ihr eigenen Inhaltsstoffe einzulagern. Sie kommt mit wenig Wasser aus, verträgt eine lange Hitzephase und dank der guten Holzreife auch winterliche Kälte.

Den Wert des Rieslings bestimmt seine vollkommene Harmonie der Inhaltsstoffe, von Fruchtzucker, Fruchtsäure und Alkohol.


Grüner Silvaner

Seine ursprüngliche Heimat soll an den Ufern der Donau liegen. Erst im 19. Jahrhundert kam sie in den Westen Europas. Der Silvaner bei uns ist gewachsen auf Lehm - Kiesboden ein leichter, fruchtiger Wein, der trocken ausgebaut wird.


Grauer Burgunder

wahrscheinlich durch Knospenmutation aus dem blauen Burgunder entstanden.

Heimat: Burgund.

In Deutschland Verbreitung durch Johann Seeger Ruland aus Speyer (1711). Die Trauben sind mittelgroß, walzenförmig und dichtbeerig, in der Reifezeit färben sie sich graurot.

Der Graue Burgunder zeigt nach einiger Zeit der Flaschenreife einen leicht rauchigen Abgang. Mit seiner verhaltenen, weich schmeckenden Säure und seinem nachhaltigen Geschmack ist er als trockener Wein sehr angenehm.


Weißer Burgunder

Weißer Burgunder ist eine Mutation aus dem Grauen Burgunder. Bekannt seit dem 14. Jahrhundert hat er sich aus dem Burgund nach Norden verbreitet.

Die Trauben sind mittelgroß, nicht geschultert, dichtbeerig und walzenförmig. Die Beeren sind grüngold und neutral im Geschmack.

Weißer Burgunder mit seiner weichen Säure, etwas höher als beim Grauen Burgunder und seinen neutralen Geschmack unterstreicht den Charakter-Feinheit der Speisen; besonders geeignet für leichte Gerichte wie z.B. Gemüse, Geflügel oder Mehlspeisen mit hellen Saucen.


Blauer Spätburgunder

Einer der ältesten Kulturreben, als seine Heimat gilt das Niltal. Der Anbau des Spätburgunders in Burgund kann bis ins 4. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

1318 ist die Sorte in einer Urkunde des Klosters Salem erwähnt.

Die Trauben sind mittelgroß, dichtbeerig und walzenförmig. Die Beeren färben sich dunkelblau bis violettblau. Typisch ist der feine, samtige Sortengeschmack.


Spätburgunder Weißherbst

Spätburgunder Weißherbste sind beliebt – die Weine sind Kupfer farbig bis hellrot, frisch mit etwas mehr Säure, auch rassig und vollmundig. Unser „Blanc de Noir“ ist aus dem Spätburgunder gekeltert und erinnert neben seiner Frische, leicht an den Charakter des Spätburgunders mit seiner Weichheit und dem sortentypischen Geschmack nach Waldfrüchten.


Scheurebe

Nach der Müller-Thurgau-Rebe ist die Scheurebe die 2. Neuzüchtung, die sich im deutschen Weinbau durchsetzen konnte. Es ist eine Kreuzung von Silvaner x Riesling aus dem Jahre 1916. Züchter ist Georg Scheu, der ihr auch den Namen gab.

Die Traube ist mittelgroß, dichtbeerig und grüngold. Die Beeren haben ein ausgeprägtes, leicht muskatartiges Bukett, das an schwarze Johannisbeeren erinnert und eine rieslingähnliche Säure.


Müller Thurgau

1882 von Prof. Dr. H. Müller, aus Thurgau, in Geisenheim gezüchtet – in der Schweiz herangezogen, wurde sie 1913 nach Deutschland zurück gebracht.

Die Traube ist mittel bis groß, locker, konisch. Die Beeren gelblich-grün mit einem leichten Muskatbukett. Junge Müller Thurgau sind leicht und vereinen die Milde des Silvaners mit der Blume des Rieslings.


Dornfelder

Gezüchtet 1955 von Herold – in Weinsberg

Kreuzung Helfensteiner x Heroldsrebe

Sortenname: Die Bezeichnung geht auf den Kameralverwalter Dornfelder zurück, der um Mitte des 19. Jahrhunderts die erste Anregung zur Gründung einer Weinbauschule in Württemberg gab.

Die Trauben sind groß bis sehr groß, bei mittlerer Beerendichte. Die Beeren sind groß, rundlich und blauschwarz.

Der Wein ist dunkelrot, körperreich und nachhaltig bei milder Säure. Die Fruchtaromen erinnern an reife Sauerkirschen oder Waldfrüchte.